| Antarktis | Dieser Text beschreibt Antarktis. Der untere Text beinhaltet die Antarktis Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Antarktis Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Antarktis fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Antarktis möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Antarktis Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Antarktis beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Antarktis. Fragen zu dem Thema Antarktis können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Antarktis Artikel
Antarktis, Geographie, Ansprüche und Forschungsstationen
|
Lage
|
Als Antarktis bezeichnet man den Südpolarkontinent Antarktika (wörtlich: Gegen-Arktis, auch Südkontinent genannt) und die umgebenden Packeis- und Seegebiete. Meist wird jedoch auch für den Kontinent selbst die Nennung Antarktis benutzt.
Auf dem Kontinent liegt der geographische Südpol der Erde. Die Antarktis wurde 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern entdeckt.
Buch-Tipp: Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents Ansprechend Bei diesem Buch handelt es sich zweifellos um ein klasse Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte bis man es endlich durchgelesen hat. Es ist sehr ansprechend geschrieben und man erhält neben netten Anekdoten auch noch viel Wissenswertes. Außerdem werden viele verschiedene Aspekte in diesem Buch angeschnitten, jedoch... |
Buch-Tipp: Afrikanische Totenklage. Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents. Afrikanische Totenklage Dieses Buch sorgt für viele Kontroversen, wie man den verschiedensten Rezensionen entnehmen kann. Scholl-Latour ist sich dessen jedoch häufig bewusst und zitiert an entsprechenden Stellen lieber einen weiteren (Zeit-)zeugen, anstatt allein auf seiner Meinung zu beharren. Es sei noch gesagt, dass Scholl-Latours Literatur keineswegs... |
| |
Die Antarktis ist mit fast 13,2 Millionen km2 größer als Europa. Die genaue Größe ist nicht bekannt, da sich unter dem Schelfeis Wasser befindet. Man unterteilt den Kontinent in einen West- und einen wesentlich größeren Ostteil.
Das höchste Gebirge ist das 5140 m hohe Vinson Massiv mit dem Mount Vinson in dem Westen (mitunter werden auch 4897 m angegeben), der tiefste Punkt ist mit 2538 m unter dem Meeresspiegel der subglaziale (unter dem Eis liegende) Bentleygraben in dem Ostteil der Antarktis.
Die Antarktis ist umgeben vom Südlichen Ozean. Abgesehen von vielen kleinen Inseln ist der nächstgelegene Punkt eines anderen Kontinents Feuerland an der Südspitze Südamerikas, danach das Kap der guten Hoffnung, Tasmanien und Neuseeland.
Buch-Tipp: Als Deutschland am Äquator lag. Eine Zeitreise durch die letzten 540 Millionen Jahre Eine spannende Reise In dem kleinen, aber feinen Literaturverzeichnis des vorliegenden Buches stellt Volker Arzt Richard Forteys "Leben. eine Biographie" (ebenfalls hier bei Amazon erhältlich) als sein "absolutes Lieblingsbuch" dar. Liest man Arzts Text, wird auch hier spürbar, mit welchem Enthusiasmus und mit welch mitreißender Erzählstärke der... |
Ein Kontinent unter dem Eis | |
Das auffälligste Merkmal des antarktischen Kontinents ist die fast völlige Vereisung. Rund 90 Prozent des Eises und 75 Prozent der globalen Süßwasser-Reserven sind in der bis zu 4500 m dicken Eisdecke enthalten. In dem antarktischen Winter erstrecken sich die Schelfeisgebiete weit in das Meer, die Eisdecke erstreckt sich dabei auf ein Gebiet von bis zu 30 Millionen km2. Ca. etwa 280 Tausend km2 des Kontinents sind eisfrei, was etwa 2 Prozent der Gesamtfläche entspricht. Die mächtigsten Eisschichten liegen in dem Adélieland in dem Ostteil. Ca. etwa 400 km von der Küste entfernt befindet sich ein tiefer subglazialer Graben, über dessen Grund sich das Eis 4776 m erhebt. Die dünnsten Eisschichten findet man über den bis zu 3500 m hohen subglazialen Gebirgen in dem Inneren des Kontinents.
Buch-Tipp: Amundsen. Bezwinger beider Pole Faszinierende Persönlichkeit 1926 gelang es Amundsen dann doch, sein Projekt erfolgreich durchzuführen, wie in Teil Fünf, Der verlorene Kontinent", berichtet wird. Am Erfolg beteiligt war Umberto Nobile, der den Zeppelin, den Amundsen benutzte, gebaut hatte. Er sollte auch später der Grund von Amundsens Tod werden, denn 1928 ging Nobile in der... |
| |
Typisch für die Antarktis sind auch gigantische Tafeleisberge, die regelmäßig vom Schelfeis abbrechen („kalben“), und auf dem Meer treibend Tausende von Kilometern zurücklegen können. Es kann mehrere Jahre dauern, bis ein großer Eisberg vollständig geschmolzen ist; allerdings kann ein großer Eisberg leicht in mehrere kleine auseinander brechen, zu dem Beispiel durch differentielle Meeresströmungen. Am 30.04 1894 wurde mitten in dem Atlantischen Ozean bei 26° 30' S, 25° 40' W ein Eisberg gesichtet, die nördlichste Position eines antarktischen Eisberges, die je aufgezeichnet wurde. Diese Langlebigkeit großer Eisberge lieferte auch die Grundlage futuristischer Vorhaben, Eisberge als Süßwasserspeicher mit Schleppern etwa nach Afrika zu transportieren.
Buch-Tipp: Antarktis (ReiseHandbuch) Haben muessen! Das Buch ist der beste Reisebegleiter in Buchform, den ich je hatte. Solide recherchiert, anschaulich geschrieben, tolles Kartenmaterial. Sehr gut navigierbar auch durch die "Lese-Reise". Mich beeindruckt enorm, wie der Autor so Vieles so gut zusammengebunden hat: ganz praktische Reisetipps, Anschauung vor Ort, Fakten und Hintergründe... |
Erdgeschichtliche Entwicklung | |
Die Landflächen der Antarktis waren vor mehr als 170 Millionen Jahren Teil der Landmasse Gondwana und befanden sich in der Nähe des Äquators. Nach dem Auseinanderbrechen von Gondwana infolge der Kontinentaldrift wurde die Antarktis langsam nach Süden bewegt. Während der Kontinent zu Beginn des Tertiärs vor ungefähr 65 Millionen Jahren noch tropisch bis subtropisch war (und zum Zeitpunkt noch mit dem Australischen Kontinent eine gemeinsame Landmasse bildete), kam es infolge der Drift Richtung Süden zu einer fortschreitenden Abkühlung. Vor etwa 30 Millionen Jahren hatte sich der Kontinent dem Pol bereits so weit genähert, dass es erste bezeichnenswerte Eisfelder gab. Vor ungefähr 25 Millionen Jahren an der Wende der erdgeschichtlichen Epochen von Oligozän und Miozän begann infolge der Öffnung der Drake-Passage zwischen der Antarktis und Südamerika und der dadurch ausgelösten Bildung des Zirkumpolarstroms eine verstärkte Vereisung, welche die bis dahin den Kontinent bedeckenden Wälder verdrängte, aber erst seit etwa 5 Millionen Jahren ist der Kontinent von einem dicken Eispanzer nahezu vollständig bedeckt.
|
| |
Der antarktische Kontinent ist in aller Hinsicht ein klimatischer Extremfall. Von allen Erdteilen ist er
- der kälteste: Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei -55 Grad Celsius. Die Monatsmitteltemperaturen variieren aufgrund der Tageslänge - in der Polarnacht in dem antarktischen Winter scheint die Sonne gar nicht, in dem antarktischen Sommer hingegen 24 Stunden am Tag - auf dem Zentralplateau zwischen -40 und -68 Grad Celsius, an der Küste zwischen ungefähr -18 Grad Celsius in dem Juni und einigen Grad über Null in dem wärmsten Monat Januar. Die tiefste jemals auf der Erde gemessene Temperatur betrug -89,2 Grad Celsius und wurde am 21.07 1983 von der sowjetischen Wostok-Station auf dem Zentralplateau, das häufig auch als Polarplateau genannt wird, aufgezeichnet.
- der niederschlagärmste: In der Regel handelt es sich bei den antarktischen Niederschlägen um Schnee. In dem Jahresdurchschnitt sind das etwas über 40 l/m2 in dem Inneren des Erdteils. Zur Küste hin nimmt der Schneefall deutlich zu.
- der windigste: Die Pol-Lage und die vom Zentralplateau zur Küste hin wehenden konstanten Fallwinde wirken bestimmend nicht ca. auf den Kontinent selbst, sondern auch auf das angrenzende Polarmeer. In dem Juli 1972 wurde bei der Dumont-d'Urville-Station eine Windgeschwindigkeit von 327 km/h (91 m/s) gemessen.
Buch-Tipp: Das Job- Wunder. Millionen freie Stellen im Direktvertrieb Tupperware, PepperParties und Co. bewirken 'Das Job-Wunder' Wer kennt sie nicht: Direktvertriebsunternehmen wie Tupperware (Kunststoffbehälter) oder PepperParties (Erotikartikel). Unabhängig vom angepriesenen Produkt ähneln sich all diese Firmen in ihrer Arbeitsweise: Produkte werden zu Hause in dem Einzelgespräch oder in Form einer Party durch selbständige... |
|
Pinguine - die eigentlichen Ureinwohner der Antarktis (NASA)
Die Antarktis ist umgeben von einer riesigen Packeiszone, in der sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt hat. In den Meeren wimmelt es von riesigen Schwärmen antarktischen Krills (Euphausia superba und andere). Dieser Krill bildet den Beginn der Nahrungskette für die zahlreichen Meeres- und Landtiere, wie Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und zahlreiche Meeresvögel.
Auf dem antarktischen Packeis brüten zwei Pinguinarten: der Kaiserpinguin und der Adeliepinguin. Zu den auf dem antarktischen Kontinent brütenden Vögeln zählen jedoch auch 19 flugfähige Vogelarten wie beispielsweise der Königsalbatros sowie der Schneesturmvogel und der Silbersturmvogel , die beide zu dem Teil hundert Kilometer landeinwärts auf den auf dem antarktischen Kontinent liegenden Bergen brüten, die eisfrei hervorragen.
Unter den Robben, die in der Antarktis an Land gehen, sind vor allem die Weddellrobbe, der Krabbenfresser und der Seeleopard erwähnenswert. In dem Sommer kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu, die auf dem Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten. Es wurde abgeschätzt, dass allein die Wale des Südlichen Ozeans etwa 55 Millionen Tonnen Tintenfische fressen, das entspricht etwa drei Viertel der Menge des Fischfangs der globalen Fischereiflotten.
Im Gegensatz zu dem vielfältigen Leben in den Ozeanen und an den Schelfeisrändern erscheinen die wenigen eisfreien Regionen, die auch als antarktische Oasen genannt werden und die sich in dem Innern der Antarktis befinden, öde und leer, da hier kaum höher entwickelte Lebensformen vorgefunden werden. Stattdessen werden diese Gebiete vorwiegend von Mikroorganismen, Moosen und Flechten sowie einigen wirbellosen Tieren bevölkert. Das größte dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 Millimeter große, flügellose Zuckmückenart namens Belgica antarctica. Neben diversen Algen wurden mittlerweile mehr als 200 Flechtenarten, mehr als 100 Arten von Moosen und Lebermoosen sowie etwa 30 Macrofungi gefunden.
Die Antarktis bildet ein eigenes Florenreich.
Buch-Tipp: Das Rennen zum Südpol, 1 Audio-CD (Abenteuer & Wissen) Begeistert auch Hörbuchneulinge Bisher habe ich von Hörbüchern nicht viel gehalten, aber durch Zeitmangel
wollte ich es doch mal ausprobieren. . . Nun bin ich hell auf begeistert wie
angenehm und spannend man Wissen und Geschichte auch akustisch herüber bringen kann. Ich habe es in einem durch auf einer Autofahrt gehört. Das Hörbuch ist sicher... |
Artenvielfalt am Meeresboden | |
Auch der Meeresboden der Antarktis ist von einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen bevölkert, vergleichbar mit der Vielfalt tropischer Riffe.
Einige der Tiere sind schon hunderte von Jahren alt, was zuerst darauf schließen lässt, dass der antarktische Meerboden in diesen Zeiträumen nie größeren Veränderungen unterzogen war. Aber die Eisberge des antarktischen Eisschilds , die jährlich abbrechen und sich mit gewaltiger Kraft in das Meer schieben, pflügen den Meeresboden um. Mindestens fünf % des Kontinentalsockels sind durch diesen Ablauf "vernarbt". Dies bedeutet eine durchaus große Veränderung für die lokalen Lebewesen.
Rutscht ein Eisberg in das Meer, gleitet er häufig bis zu einen Kilometer über glatte Flächen, ohne in dem Grund steckenzubleiben. Auf seinem Weg zieht er lange Gräben in dem Boden, bis er an einer Erhebung zu dem Stehen kommt, die darum auch "Eisbergfriedhof" genannt wird. Bei diesem Prozess und dem anschließenden Schmelzen wird dieser Bereich des Meerbodens für Jahre geschädigt.
Die Wiederbesiedlung des durchzogenen Bereichs beginnen Fische, gefolgt von Seesternen und Seeigeln. Mit der Rückkehr von Glasschwämmen als letzte "Pioniere" stellt sich nach Jahrzehnten wieder ein Gleichgewicht ein.
Dieser Ablauf wiederholt sich zu dem Beispiel am Eisbergfriedhof des südöstlichen Weddellmeers ungefähr alle 35 Jahre, in dem Bereich des Kontinentalsockels alle 230 Jahre. Obwohl die Eisberge auf kurze Sicht eine Katastrophe für die Flora und Fauna des Meeres sind, sorgen sie auf lange Sicht für eine größere Artenvielfalt, da nach jedem Durchpflügen auch andere Spezies die Gegend neu besiedeln und sich weiterentwickeln.
Buch-Tipp: Das Schwarze Auge. Aventurisches Arsenal. Waffen und Rüstungen des Aventurischen Kontinents Eine weitere herausragende DSA-Spielhilfe Ich kann mich eigentlich ca. dem bereits gesagten anschliessen. "Aventurisches Arsenal" ist eine weitere super-gut gelungene Spielhilfe in dem praktischen Hardcover-Format. Die Text-Aufmachung und Gestaltung ist übersichtlich und angenehm zu lesen. Die zahlreichen Bilder ergänzen das Beschriebene vortrefflich.... |
| |
Die Antarktis hat keine Bewohner in dem eigentlichen Sinne, in den verschiedenen Forschungsstationen leben jedoch in dem Sommer teilweise mehr als 4 Tausend und ganzjährig ungefähr 1 Tausend Menschen, die genaue Anzahl variiert jedoch stark.
In der Antarktis wurden mindestens drei Kinder geboren: 1978 ein argentinischer Junge und 1986/87 in der chilenischen Station ein Junge und ein Mädchen.
Buch-Tipp: Das Wichtigste über Länder & Kontinente. Einfach wissen einmal um die ganze Welt - auf 190 kurzweiligen Seiten Bildung ist wichtig, Allgemeinbildung ist nützlich, Aus- und Fortbildung unerlässlich! Doch in Zeiten wie den unsrigen, in denen sich Wissen ständig multipliziert, ist es kaum noch möglich, den Überblick zu behalten. Um aus der gewaltigen Wissensflut des Informationszeitalters das heraus... |
|
- (Hauptartikel: Forschungsstationen in der Antarktis)
Im südlichen Bereich innerhalb des 60. Breitengrades existieren nach Angaben von COMNAP 82 Forschungsstationen, davon sind 37 Stationen ganzjährig und 36 Stationen ca. in den Sommermonaten in dem Einsatz.
Hervorzuheben sind hierbei die amerikanischen Stationen Palmer und McMurdo, deren Häfen die logistische Grundlage der meisten Aktivitäten in der Antarktis bilden, sowie die Amundsen-Scott-Südpolstation und aus deutscher Sicht die Neumayer-Station.
Buch-Tipp: Die Endurance. Shackletons legendäre Expedition in die Antarktis. Fesselnd Das Buch versteht es den Leser wahrlich zu fesseln. Text und Bilder liefern einen wahrhaftigen authentischen Bericht einer Höllenfahrt. Die Autorin bringt es sehr plastisch herüber, in welcher physischen und psychischen Ausnahmesituation sich die Männer der Endurance um Shackleton herum befunden haben müssen. Ebenso zeigt sie die herausragende... |
| |
Die gegenwärtigen Aktivitäten in der Antarktis liegen zu dem großen Teil in der Forschung. Der Grund hierfür liegt in den einzigartigen Möglichkeiten, die die Antarktis in vielen Forschungsbereichen bietet. Aufgrund der hohen Kosten durch die Abgeschiedenheit des Kontinents und des hierdurch entstehenden logistischen Aufwandes konzentriert man die Forschungen allerdings meist auf Forschungsbereiche, in denen der Standort Antarktis entweder zwingend erforderlich ist, wie zu dem Beispiel biologische und geologische Forschungen, oder für die bessere Bedingungen herrschen als an anderen Orten auf der Erde wie zu dem Beispiel astrophysikalische oder aeronomische Forschungen . Da bisher noch nicht absehbar ist, wie die Nutzung des antarktischen Kontinents in der Zukunft aussehen wird, bekräftigen viele Nationen durch ihre Präsenz mit wissenschaftlichen Stationen ihre gegenwärtigen oder zukünftigen Ansprüche auf die Ressourcen des Kontinents (siehe unter Politik).
|
| |
Die Antarktis beherbergt Ökosysteme, die in ihrer Art einzigartig auf der Erde sind. Zu dem einen liegen sehr extreme Umweltbedingungen vor, zu dem anderen ist die Region noch weitgehend frei von menschlichen Einflüssen.
Ein ungewöhnliches und zugleich sehr einfaches Ökosystem liegt in den Trockentälern nahe der McMurdo-Station vor, das vorwiegend von Mikroorganismen, Moosen und Flechten und einigen wirbellosen Tieren bevölkert wird. Durch die wenigen vorkommenden Organismen können die Zusammenhänge und gegenseitigen Beziehungen sowie ihre Anpassungen an die extremen Lebensbedingungen sehr umfassend behandelt werden.
Überraschenderweise stellte man fest, dass sich das Leben nicht ca. auf die wenigen eisfreien Regionen beschränkt, sondern auch an unerwarteten Stellen nachgewiesen werden kann. In den Trockentälern wurden zu dem Beispiel Algen und Flechten gefunden, die innerhalb von Sandsteinfelsen leben. Selbst in den Weiten des antarktischen Eispanzers wurden in kleineren Eisspalten und Schmelzwasserseen auf den Gletschern verschiedene Algen und andere Organismen gefunden.
Im Gegensatz zu dem Land ist der Ozean reich an Leben. Hier interessieren die Forscher vor allem die Anpassungen der Organismen an die niedrigen Temperaturen.
|
| |
Über die gesamte antarktische Halbinsel zieht sich ein Gürtel von stets noch aktiven Vulkanen, darunter der fast 3800 m hohe Mount Erebus.
Antarktika setzt sich aus zwei Kontinentalplatten zusammen, der flächenmäßig weitaus größeren antarktischen Platte, die heute größtenteils von der Inlandeisplatte bedeckt ist, und einer kleineren, die hauptsächlich den westlichen Teil des Kontinents und die Antarktische Halbinsel einnimmt. Die intensive Behandlung der Seymourinsel am Ausläufer der Halbinsel ergab reichhaltige Fossilienfunde, die auf gemäßigtere Zonen hinweisen. Diese Funde belegen, dass sich die Erdteile in dem Laufe der Zeit verschoben haben, und stützen damit Alfred Wegeners Modell der Kontinentaldrift (siehe auch Erdgeschichtliche Entwicklung).
|
| |
Der antarktische Eisschild bedeckt nahezu den gesamten Kontinent und enthält etwa 75 % der Süßwasserreserven der Erde. Die Glaziologie behandelt die Struktur, die Geschichte und die interne Dynamik des Eispanzers. Die Absicht der Behandlungen liegt in dem Verständnis der zukünftigen Entwicklung der Antarktis und des Einflusses möglicher Veränderungen auf das Weltklima. Die wichtigsten Erkenntnisse werden hierbei aus der Behandlung von Eisbohrkernen gewonnen.
|
|
Das antarktische Ozonloch am 15. Oktober 1987
|
Größte Ausdehnung des antarktischen Ozonlochs (6.9.2000, NASA GSFC)
|
Die von den Glaziologen gewonnenen Eisbohrkerne bilden auch für die Klimatologen eine wichtige Informationsquelle, da aus ihren Zusammensetzungen und ihren Schichtenaufbauten Rückschlüsse über die Klimageschichte der Erde gezogen werden können.
Diese Eisarchive reichen weiter in die Erdgeschichte zurück als an jedem anderen Ort der Erde. Zugleich liefern sie komplementäre Informationen zu den Eisbohrkernen der Nordhalbkugel, wie z.B. aus Grönland, da durch die große räumliche Distanz der Probenentnahme regionale Unterschiede identifiziert werden können.
Weiterführende Informationen zu einem Klimaforschungsprojekt findet man in dem Artikel des Cape-Roberts-Bohrprojekts.
|
| |
Das Personal der Antarktisstationen wird nach strengen medizinischen und psychologischen Kriterien ausgewählt, da die Stationen meist über längere Zeit von der Außenwelt isoliert sind. Die medizinische und psychologische Beobachtung der Wissenschaftler bietet einzigartige Möglichkeiten unter anderem zur Behandlung des Einflusses des Tag-/Nachtrhythmus, der Ernährung und des psychologischen Wohlbefindens von kleinen Gruppen unter hohem Stress.
|
| |
Die Antarktis spielt für das Wetter der Südhalbkugel eine wichtige Rolle, darum werden auf dem Kontinent umfangreiche meteorologische Untersuchungen durchgeführt. Diese Behandlungen werden seit den 1950ern an die Anrainerstaaten weitergegeben, da sie eine große Bedeutung in der Wettervorhersage einnehmen.
Auch aeronomische Behandlungen, das heißt Behandlungen der höheren Schichten der Erdatmosphäre, vor allem der Stratosphäre, haben in dem ausgehenden 20. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen. Den Schwerpunkt bilden hier Forschungen über das Ozonloch, das 1985 erstmals nachgewiesen werden konnte.
|
| |
Der Südliche Ozean untergliedert sich in seiner Tiefenstruktur in drei Bereiche, das antarktische Oberflächenwasser, das zirkumpolare Tiefenwasser und eine darunter liegende stationäre Schicht. In dem Bereich des Kontinentalschelfs sind hingegen ca. zwei Bereiche unterscheidbar, über einer leicht modifizierten Schicht des zirkumpolaren Tiefenwassers liegt eine Schicht Schelfwasser.
Das zirkumpolare Tiefenwasser istins weltumspannende Zirkulationssystem der Ozeane eingebunden, so dass der Region eine große Rolle in dem globalen Wärmehaushalt zukommt.
Eine wesentliche Rolle spielen dabei die vertikalen Zirkulationsströme, die einen Austausch zwischen dem Tiefen- und Oberflächenwasser bewirken. Dies führt dazu, dass zu dem einen das Tiefenwasser durch Wärmeabgabe an die viel kältere Atmosphäre abkühlt, zu dem anderen aber auch mit Kohlendioxid und Sauerstoff aus der Luft angereichert wird.
Etwa 1500 Kilometer vor den Küsten findet man mit der Antarktischen Konvergenz eine stabile Strömung, den Antarktischen Zirkumpolarstrom, die den Kontinent ostwärts umspült. Diese Strömung trennt das kalte antarktische Wasser von den wärmeren nördlicheren Ozeanen und sorgt dadurch für eine effektive Wärmeisolation der Antarktis, die wesentlich zu den extrem niedrigen Temperaturen des Kontinents beiträgt.
|
| |
Außerhalb der militärischen Kommunikationswege und dem Amateurfunk ist das Iridium-System nutzbar. Bis 2009 soll ein 1700 km langes Glasfaserkabel zur Internetanbindung auf dem Polarplateau zwischen der Südpolstation und der ganzjährig besetzten Dome C-Station fertig gestellt sein, bei der bereits eine Anbindung an die geostationären Kommunikationssatelliten besteht.
|
| |
Die US-amerikanische Marine unterhält zwei Häfen, McMurdo und Palmer, deren Nutzung jedoch durch die US-amerikanische Regierung stark reglementiert ist.
Die Versorgung der Festlandstationen wird überwiegend von LC-130-Hercules-Flugzeugen der New York Air National Guard übernommen. 27 Stationen besitzen Flughäfen und/oder Hubschrauberlandeplätze, eine Landebahn ist länger als drei Kilometer und sechs weitere sind zwischen zwei und drei Kilometer lang. Die Nutzung dieser Einrichtungen muss ebenfalls in dem Vorfeld von den betreffenden Regierungen genehmigt werden.
|
|
- (Hauptartikel: Politischer Status der Antarktis)
Weit entfernt von den Welthandelsrouten, unwirtlich und lebensfeindlich, ist die Antarktis von der Kolonialisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verschont geblieben. Auch die Staaten, die klassische Territorialansprüche geltend machen, mussten sich eingestehen, dass die tatsächliche Durchsetzung derartiger Ansprüche schlichtweg unrealistisch ist.
Auf Initiative des Geophysikalischen Jahres 1957/58 hin wurde daher eine Form der internationalen Zusammenarbeit gefunden, die ebenso einmalig ist wie die Antarktis selbst. Auf der Grundlage des Antarktisvertrags von 1959 hat sich das Antarktische Vertragssystem entwickelt, das unabhängig von der UNO ist und die Antarktis von wirtschaftlicher Ausbeutung und militärischer Nutzung freistellt. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wurde ein internationales Vertragswerk geschaffen, das heute eine Schlüsselstellung in der internationalen Umweltpolitik innehat.
|
| |
Offizielle Währung der Antarktis ist der Antarctica-Dollar. Die Währung ist an den US-Dollar gebunden und dessen Banknoten werden durch die Antarctica Overseas Exchange Limited herausgegeben.
|
| |
In den reichen antarktischen Fischgründen wurden in der Saison 1998/99 offiziell knapp 120 Tausend Tonnen, durch illegalen Fischfang jedoch schätzungsweise das fünffache gefangen. 1998 wurden von der französischen und australischen Marine acht illegale Fischtrawler aufgebracht.
|
| |
Obwohl die Antarktis für den Menschen eine lebensfeindliche Umgebung darstellt, erfreuen sich touristische Reisen dorthin zunehmender Beliebtheit. Die Abgeschiedenheit, fehlende Infrastruktur, Witterungsverhältnisse und strenge Umweltschutzauflagen machen diese Ausflüge jedoch zu einem Vergnügen, das ca. sehr zahlungskräftigen Personen vorbehalten bleibt. Es gibt einige kommerzielle Angebote für Kreuzfahrten in die Antarktisregion. Darüber hinaus bieten Veranstalter Landausflüge auf den Kontinent und die vorgelagerten Inseln an. Außerdem ist es für Touristen möglich, mit einem Kleinflugzeug die US-amerikanische Amundsen-Scott-Südpolstation zu besuchen. Für Vollprofis gibt es auch die Gelegenheit, einige Berge auf dem antarktischen Kontinent zu besteigen und für Fans extremer Outdoor-Erlebnisse bietet sich ein Aufenthalt in dem Zeltlager Patriot Hills an, das selbstverständlich ca. per Kleinflugzeug zu erreichen ist. Alle Reisenins antarktische Gebiet (dazu zählt alles südlich des 60. Breitengrades) unterliegen den Bestimmungen des 1991 in Kraft getretenen Umweltschutzprotokolls, welches Bestandteil des internationalen Antarktisvertrages ist.
Der Tourismus beschränkt sich in dem Wesentlichen auf die Monate November bis Februar. Während 1990/91 ca. 1 Tausend Touristen in die Antarktis kamen, waren es in der Saison 2002/03 bereits 14.000. Nach den Vereinigte Staaten Amerika stellt Deutschland die zweitgrößte Besuchergruppe. Beliebtester Startpunkt für Antarktisreisen ist Ushuaia am Südzipfel Argentiniens. Von dort aus ist die antarktische Halbinsel durch die Drake Passage zu erreichen und ca. zwei Tagesreisen entfernt.
Als besonders außergwöhnliche touristische Aktion gibt es seit 1995 regelmäßig einen Antarktis-Marathon mit einer sehr begrenzten Teilnehmeranzahl.
|
|
Expeditionen zur Erkundung der Antarktis
- Wild wie kein anderes Land unserer Erde liegt es da, ungesehen und unbetreten. (Roald Amundsen, 1911)
Lange vor der Entdeckung der Antarktis in dem Jahre 1820 nahm man die Existenz eines riesigen Südkontinents an, der ein Gegengewicht zu den Landmassen der Nordhalbkugel bilden sollte. Dieser Kontinent ist auf zahlreichen Weltkarten der frühen Neuzeit abgebildet. Da einige dieser Darstellungen, zu dem Beispiel die Karte des Piri Reis von 1513, die Karte des Oronteus Finaeus von 1531, die Karte von Gerhard Mercator von 1569 oder die Karte von Philippe Buache von 1754, verblüffende Ähnlichkeiten mit der tatsächlichen Lage und Form der Antarktis aufweisen, gibt es Autoren, die vermuten, dass die Antarktis bereits lange vor dem offiziellen Datum 1820 entdeckt wurde.
Tatsächlich aber gibt es keinerlei Beweise für die Anwesenheit von Menschen in der Antarktis vor dem 19. Jahrhundert. Allerdings wurden durchaus schon Entdeckungsreisen in dem Südpolargebiet unternommen, so wurden zu dem Beispiel die Südshetlandinseln wahrscheinlich bereits 1599 durch Dirk Gerritz entdeckt. James Cook durchkreuzte den Südlichen Ozean in den Jahren von 1772 bis 1775 und überquerte dabei 1773 als wahrscheinlich erster Mensch den Südlichen Polarkreis, aber Packeis verhinderte, dass er die Antarktis selbst zu Gesicht bekam.
Die Schiffe Astrolabe und Zèlée der Expedition von d'Urville in dem Eis
Die erste Sichtung der Antarktis kann nicht mit absoluter Sicherheit an einem Ereignis festgemacht werden: Kapitän Fabian von Bellingshausen von der russischen Marine, Kapitän Edward Bransfield von der britischen Marine und der US-amerikanische Robbenjäger Nathaniel Palmer sichteten die Antarktis innerhalb weniger Tage oder Wochen, wahrscheinlich war Bransfield am 27.01 1820 der erste. Die erste Landung fand ca. ein Jahr später durch den US-amerikanischen Robbenjäger John Davis am 7.02 1821 statt. Der englische Seefahrer James Weddell konnte bei guten Witterungsbedingungen 1823 in dem nach ihm benannten Weddell-Meer bis auf 74° 15' Süd vorstoßen. Der französische König beauftragte daraufhin Jules Dumont d'Urville diesen Rekord zu brechen, doch dessen Reise 1837-1838 war erst in dem zweiten Anlauf erfolgreich, wo er das Adelie-Land sichtete.
Nachdem 1831 der magnetische Nordpol lokalisiert wurde, brach James Clark Ross mit seinen Schiffen Erebus und Terror 1839 zu dem magnetischen Südpol auf. Auf der Suche danach konnte Ross zwar dessen ungefähre Position bestimmen, ihn aber nicht erreichen. Dabei kartierte er auch die Ross-See, eine Seeregion, die später nach ihm benannt wurde.
Roald Amundsen am Südpol
Die eigentliche Eroberung der Antarktis aber begann 1895 mit dem 6. Internationalem Geographischen Kongress, der in Londons Imperial Institute stattfand. Am 3.08 wurde auf diesem Kongress eine Resolution verabschiedet, die festhielt "that this Congress record its opinion that the exploration of the Antarctic regions is the greatest piece of geographical exploration still to be undertaken" und forderte die Wissenschaftler der Welt auf, Expeditionen dorthin zu planen.
In einer Zeit, in der die gesamte Welt entdeckt schien, empfand man die Antarktis als letzten unbekannten Flecken der Erde und die Eroberung dieses Teils der Erde wurde zur Metapher für den Triumph des Imperialismus. In diesem Sinne sagte Leonard Darwin , der Präsident der Royal Geographical Society während eines Abschiedsessen für Robert Falcon Scott, bevor dieser zu seiner Antarktisexpedition aufbrach: "Scott is going to prove once again that the manhood of our nation is not dead and that the characteristics of our ancestors who won the Empire still flourish among us".
Die Antarktisexpedition von Scott (1901-1904) näherte sich dem Südpol bis auf 480 Meilen. Die erste deutsche Südpolarexpedition fand von 1901 bis 1903 unter der Leitung von Erich von Drygalski statt. Ausgestattet mit dem Schiff Gauss entdeckten die Forscher das Kaiser-Wilhelm-II.-Land und sichteten aus einem Forschungsballon den Gaussberg .
Die Expedition von Ernest Henry Shackleton (1907 - 1909), ehemals ein Mitglied von Scotts Mannschaft, näherte sich dem Südpol bis auf 97 Meilen, bevor er zur Umkehr gezwungen war. Erst am 14.12 1911 erreichte Roald Amundsen mit einer norwegischen Expedition als erster den Südpol, einen Monat bevor Robert Falcon Scott und sein Team dort anlangten. Scott wurde auf seinem Rückweg durch einen Schneesturm aufgehalten, und er und sein ganzes Team starben. Als vierter großer Antarktisentdecker dieser Zeit gilt Douglas Mawson, der erst Mitglied der "Expedition Discovery" unter Leitung von Shackleton war und 1911 eine eigene Expedition in die Antarktis durchführte. Die zweite deutsche Südpolarexpedition unter der Leitung von Wilhelm Filchner entdeckte 1912 mit dem für 9 Monate in dem Packeis eingeschlossenen Expeditionsschiff Deutschland das Filchner-Ronne-Schelfeis und das Prinzregent-Luitpold-Land. Eine der legendärsten Expeditionen der Antarktis ist jedoch die 1914 begonnene Expedition Endurance, die zu dem Absicht hatte, die Antarktis zu überqueren, jedoch ebenso wie das Expeditionsschiff Deutschland in dem Packeis eingeschlossen wurde.
Eine neue Ära der Antarktisentdeckung begann mit dem US-amerikanischen Konteradmiral Richard Evelyn Byrd, der zwischen 1928 und 1956 insgesamt fünf Expeditionen in die Antarktis führte. Am 28./29.11 1929 überflog er dabei als erster den Südpol. Bei seinen Erkundungen legte er das Hauptaugenmerk auf Forschung, und er nutzte auch als erster ein Flugzeug auf dem Kontinent. Bei der Operation Highjump, der größten Antarktisexpedition aller Zeiten, brachte Byrd 4700 Menschen, 13 Schiffe und 23 Flugzeuge zu dem Stützpunkt Little America in dem McMurdo-Sund und ließ mehr als 70 Tausend Luftbildaufnahmen machen. Byrds Expeditionen legten die Basis für die moderne Kartierung und Erforschung des Kontinents.
Nur einmal ist es in der Antarktis tatsächlich zu Kampfhandlungen wegen Gebietsansprüchen gekommen: 1952 schossen argentinische Soldaten auf britische Forscher, als diese versuchten eine zerstörte Forschungsstation wieder aufzubauen. Argentinien beanspruchte die Antarktische Halbinsel , da diese Landzunge an ihrem nördlichen Ende ca. etwa 1.480 km von der Südspitze Südamerikas entfernt ist.
Edmund Hillary nach der ersten Landung auf dem Marble Airstrip in der Antarktis
Nach Amundsen und Scott stand erst am 31.10 1956 wieder ein Mensch auf dem Südpol, als der US-amerikanische Konteradmiral George Dufek dort mit einem Flugzeug vom Typ R4D Skytrain (Douglas DC-3) landete.
Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres 1957 fand eine große Zahl von Expeditionen statt, unter anderem erreichte der Neuseeländer Sir Edmund Hillary mit umgebauten Traktoren als erster nach Scott den Südpol auf dem Landweg, und der Brite Sir Vivian Fuchs erreichte den Südpol auf Shackletons Route.
Der Antarktisvertrag wurde am 1.12 1959 unterzeichnet und trat am 23.06 1961 in Kraft.
Am 7.01 1978 wurde in der Nähe der Hope Bay mit Emilio Marcos de Palma das erste Baby auf dem Kontinent geboren. Seine Mutter wurde von der argentinischen Regierung ca. aus dem Grund in die Antarktis gesandt, die argentinischen Ansprüche zu untermauern.
Am 28.11 1979 stürzte eine DC-10 der Air New Zealand auf einem Touristenflug am Mount Erebus durch einen Navigationsfehler ab. Dieser Unfall, bei dem alle 237 Passagiere und die 20 Besatzungsmitglieder starben, beendete die Ära der kommerziellen Touristenflüge auf den Kontinent. Die Risiken waren ohne jeglichen wissenschaftlichen Nutzen nicht mehr vertretbar. Am 13.11 1998 blieb eine LC-130 Hercules-Maschine der New York Air National Guard, die sich auf einem Versorgungsflug befand, in einer Gletscherspalte stecken.
1996 wurde durch Satellitenaufnahmen ein riesiger See aus flüssigem Wasser entdeckt. Der Wostoksee liegt unter einem 3600 Meter dicken Eispanzer in der Nähe der russischen Station Wostok.
Reinhold Messner und Arved Fuchs konnten erstmalig 1989 den gesamten Kontinent in 92 Tagen zu Fuß durchqueren. 2001 folgten ihnen die beiden Antarktis-Abenteurerinnen Ann Bancroft und Liv Arnesen auf Skiern.
|
|
- In vielen Karten ist ein Pol der Unzugänglichkeit (Pole of Inaccessibility) eingetragen, hierbei handelt es sich um den Punkt in der Antarktis, der am weitesten von einer Küste entfernt ist. Neben dem in der Karte eingetragenen Pol bei 83° 50' S, 65° 47' O, der sich auf die Eisfläche bezieht, gibt es einen weiteren Pol der Unzugänglichkeit bei 77° 15' S, 104° 39' O in der Nähe der Wostok-Station, der sich auf die Landmasse der Antarktis bezieht.
- Viele Menschen und Organisationen (NGOs, z.B. die Antarctic and Southern Ocean Coalition (ASOC)) versuchen, die Antarktis als ein von Menschenhand weitgehend unberührtes Schutzgebiet zu erhalten.
- Die Vereinigte Staaten Amerika installierten 1961 in der McMurdo-Station einen Atommeiler. Der Reaktor wurde 1972 abgeschaltet und zusammen mit mehr als 100 Fässern verseuchter Erde in die Vereinigte Staaten Amerika zurückgebracht. Obwohl die Verseuchung anfangs bagatellisiert wurde, wurden später weitere 11 Tausend m³ Erde abgetragen und das Gelände erst in dem Mai 1979 wieder für die uneingeschränkte Nutzung freigegeben.
- Die Antarktis ist praktisch frei von Schimmelpilzen und FäulnisBakterien, deswegen muss zu dem Beispiel auch rohes Fleisch in den Küchen der Forschungsstationen nicht weiter gekühlt werden.
- Insgesamt befinden sich unter den Eismassen etwa 70 Seen. Der Größte unter ihnen ist der Wostoksee, welcher sich vor mehreren millionen Jahren gebildet hat. Bohrkerne aus der Umgebung des Sees deuten auf Lebensformen in dem See hin. Somit ist er der am längsten von der übrigen Welt abgeschnittene Lebensraum auf der Erde. Aus Angst vor Kontamination mit Mikroorganismen führt man Probebohrungen in den See selbst erst durch, wenn geeignete technische Mittel zur Verfügung stehen.
|
| |
Auf Grund der zahlreichen Forschungsstationen und den Problemen bei der Kommunikation bzw. Terminabstimmung untereinander, durch die zahlreichen Zeitzonen, wurde für das ganze Gebiet der Antarktis die UTC (Weltzeit) festgelegt. Man kann darum dort nicht, wie am Nordpol möglich, mit der Umschreitung des Südpols alle Zeitzonen durchqueren.
Siehe auch: Portal Antarktis
|
Weiteres zu dem Artikel Antarktis |
| Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Afrika, Aktion, Beobachtung, Expedition, Fabian, Greenpeace, James, Kontinentaldrift, Landebahn, Marine, Portal, Schneesturmvogel, Sicherheit, Viertel, Wetter | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Antarktis' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Antarktis Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Antarktis' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Antarktis' und 'Antarktis' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Antarktis' Beschreibung entsprechen.
|
|
· Diese Seite wurde bisher 9.662 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 17.05.2008 um 04:10:46 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 14:49, 1. Okt 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|